"Kurzhaarteckel vom Marienfeld"

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Rassebeschreibung

Niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber derbe Hunde mit ausgeprägter Muskulatur und lebhaftem Ausdruck, die in mehreren Größen und Gewichtsklassen gezüchtet werden. Der Kopf ist langgestreckt, scharf ausgeprägt und trocken, im Oberkopf nur flach gewölbt und allmählich ohne Stirnabsatz in den fein geformten leicht gewölbten Nasenrücken verlaufend. Die Augenjochbögen treten kräftig hervor; die Nasenkuppe ist lang und schmal. Straff gespannt sind die Lefzen. Der Fang ist weit dehnbar mit stark entwickeltem Scherengebiss und kräftigem Kiefer. Die mittelgroßen, ovalen Augen liegen seitwärts und sind leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun bei allen Haarfarben. Mit genügend hohem und langem Widerrist verläuft der Rücken gerade, mit einer leichten Wölbung in der Lendenpartie. Typisch für den Dachshund ist der Bau der Läufe. Sie müssen der anstrengenden Tätigkeit unter der Erde entsprechen, sind muskulös, tief und breit. In der Verlängerung der Rückenlinie angesetzt verläuft die Rute ohne starke Krümmung. Der Dachshund wird in drei Haararten gezüchtet, die aber ebenso wie die verschiedenen Gewichtsklassen dem einheitlichen Standard entsprechen.

Kurzhaar: Kurz, dicht und glänzend behaart, glatt anliegend, nirgends unbehaarte Stellen aufweisend. Beim einfarbigen Dachshund dominiert rot, rotgelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung, zweifarbig ist die Haarfarbe tiefschwarz oder braun mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges, an der Unterlippe, am inneren Behangrand, an der Vorbrust, den Innen- und Hinterseiten der Läufe und Pfoten, um den After und von da etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Unterseite der Rute. Der gefleckte (getigerte, gestromte) Dachshund hat auf hellem Grund dunkle Flecken (Platten sind nicht erwünscht) von dunkelgrauer, brauner, rotgelber oder schwarzer Farbe.

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Der Standard

Ursprung: Deutschland
Verwendung: Jagdhund über und unter der Erde
Klassifikation FCI: Gruppe 4 Dachshunde. Mit Arbeitsprüfung


Kurzer geschichtlicher Abriss:

Der Dachshund, auch Dackel oder Teckel genannt, ist seit dem Mittelalter bekannt. Aus Bracken wurden fortlaufend Hunde gezüchtet, die besonders für die Jagd unter der Erde geeignet waren. Aus diesen niederläufigen Hunden kristalliesierte sich der Dachshund heraus, der als eine der vielseitigsten Jagdgebrauchshunderassen anerkannt ist. Er zeigt auch ausgezeichnete Leistungen über der Erde, wie im spurlauten Jagen, im Stöbern und auf der Schweißfährte. Der älteste Zuchtverein ist der Deutsche Teckelklub 1888 e.V.
Der Dachshund wird seit Jahrzehnten in drei verschiedenen Größen (Teckel, Zwergteckel, Kaninchenteckel) und in drei verschiedenen Haararten (Kurzhaar, Rauhhaar und Langhaar) gezüchtet.


Allgemeines Erscheinungsbild:

Niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber kompakte Gestalt, sehr muskulös, mit keck herausfordernder Haltung des Kopfes und aufmerksamen Gesichtsausdruck. Geschlechtstypische Gesamterscheinung. Trotz der im Verhältnis zum langen Körper kurzen Gliedmaßen sehr beweglich und flink.


Wichtige Proportionen:

Bei einem Bodenabstand von etwa einem Drittel der Widerristhöhe, soll die Körperlänge in einem harmonischen Verhältnis zur Widerristhöhe stehen, etwa 1 zu 1,7 bis 1,8.


Verhalten/Charakter (Wesen):
Im Wesen freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament. Passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.


Kopf:

Langgestreckt, von oben und von der Seite gesehen, gleichmäßig bis zum Nasenschwamm schmaler werdend, jedoch nicht spitz. Augenbrauenbögen deutlich ausgebildet. Nasenknorpel und Nasenkruppe lang und schmal.


Oberkopf:

Schädel: Eher flach, allmählich in den leicht gewölbten Nasenrücken verlaufend.
Stop: Nur angedeutet


Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Gut entwickelt
Fang: Lang, genügend breit und kräftig. Weit zu öffnen, bis in die Höhe der Augen gespalten.
Kiefer/Zähne: Stark entwickelte Ober- und Unterkiefer. Scherengebiss, regelmäßig und satt schließend. Idealerweise vollzahnig mit 42 Zähnen entsprechend der Zahnformel, mit kräftigen, genau ineinandergreifenden Eckzähnen.
Lefzen: Straff anliegend, den Unterkiefer gut deckend.
Augen: Mittelgroß, oval, gut auseinanderliegend, mit klarem, energischem und doch freundlichem Ausdruck, nicht stechend. Farbe leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun bei allen Farben der Hunde. Glas-, Fisch- oder Perlaugen bei gefleckten Hunden sind nicht erwünscht, jedoch zu tolerieren.
Behang: Hoch, nicht zu weit vorne angesetzt, ausreichend, aber nicht übertrieben lang, abgerundet, beweglich, mit dem vorderen Saum dicht an der Wange anliegend.


Hals:

Genügend lang, muskulös, straff anliegende Kehlhaut; mit leicht gewölbtem Nacken, frei und hochgetragen.


Körper:

Obere Profillinie: Harmonisch vom Nacken bis zur leicht abfallenden Kruppe verlaufend.
Widerrist: Ausgeprägt.
Rücken: Nach dem hohen Widerrist im Verlauf der weiteren Brustwirbel gerade oder leicht nach hinten geneigt verlaufend. Fest und gut bemuskelt.
Lenden: Kräftig bemuskelt, genügend lang.
Kruppe: Breit und genügend lang, leicht abfallend.
Brust: Brustbein gut ausgeprägt und so stark vorspringend, dass sich an beiden Seiten leichte Gruben zeigen. Der Brustkorb ist von vorn gesehen oval, von oben und von der Seite gesehen großräumig, Herz und Lunge volle Entwicklung gewährend, weit nach hinten aufgerippt. Bei richtiger Länge und Winkelung von Schulterblatt und Oberarm verdeckt der Vorderlauf in Seitenansicht den tiefsten Punkt der Brustlinie.
Untere Profillinie und Bauch: Leicht aufgezogen.


Rute:

Nicht zu hoch angesetzt, in Verlängerung der Rückenlinie getragen. Im letzten Drittel der Rute ist eine geringfügige Krümmung zulässig.


Gliedmaßen:

Vorderhand:
Allgemeines: Kräftig bemuskelt, von vorne gesehen trockene, gerade gestellte Vorderläufe von guter Knochenstärke mit gerade nach vorn gerichteten Pfoten.
Schultern: Plastisch bemuskelt. Langes, schräg liegendes Schulterblatt, eng am Brustkorb anliegend.
Oberarm: Von gleicher Länge wie das Schulterblatt, nahezu im rechten Winkel zu diesem stehend, starkknochig und gut bemuskelt, an den Rippen anliegend, aber frei beweglich.
Ellenbogen: Weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm: Kurz, jedoch so lang, dass der Bodenabstand des Hundes etwa ein Drittel seiner Widerristhöhe beträgt. Möglichst gerade.
Vorderfußwurzelgelenk: Die Vorderfußwurzelgelenke stehen einander etwas näher als die Schultergelenke.
Vordermittelfuß: Der Vordermittelfuß soll, von der Seite gesehen, weder steil stehen noch auffällig nach vorn gerichtet sein.
Vorderpfoten: Zehen eng aneinanderliegend, gut gewölbt, mit kräftigen, widerstandsfähigen, gut gepolsterten Ballen und kurzen, starken Krallen. Die fünfte Zehe hat keine Funktion, darf aber nicht entfernt werden.

Hinterhand:
Allgemeines: Kräftig bemuskelt, in guter Proportion zur Vorderhand. Knie- und Sprunggelenke stark gewinkelt, Hinterläufe parallel, weder eng noch weit auseinandergestellt.
Oberschenkel: Soll von guter Länge und kräftig bemuskelt sein.
Kniegelenk: Breit und kräftig mit ausgeprägter Winkelung.
Unterschenkel: Kurz, annähernd im rechten Winkel zum Oberschenkel stehend, gut bemuskelt.
Sprunggelenk: Kräftig, sehnig und trocken.
Hintermittelfuß: Relativ lang, gegen den Unterschenkel beweglich, leicht nach vorn gebogen.
Hinterpfoten: Vier eng aneinanderliegende Zehen, gut gewölbt. Voll auf den kräftigen Ballen fußend.


Gangwerk:

Der Bewegungsablauf soll raumgreifend, fließend, schwungvoll sein, mit weitem, bodennahem Vortritt, kräftigem Schub und eine leicht federnde Übertragung auf die Rückenlinie bewirken. Die Rute soll dabei in harmonischer Verlängerung der Rückenlinie, leicht abfallend, getragen werden. In der Aktion sind Vorderhand und Hinterhand parallel ausgreifend.


Haut:

Straff anliegend.


Haarkleid:

Kurzhaar:
Haar: Kurz, dicht, glänzend, glatt anliegend, fest und hart, nirgends unbehaarte Stellen zeigend.
Rute: Fein, voll aber nicht zu reichlich behaart. Etwas längeres Grannenhaar an der Unterseite ist nicht fehlerhaft.
Farbe:
a) einfarbige: Rot, rotgelb, gelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung. Indes ist reine Farbe vorzuziehen und rot wertvoller als rotgelb und gelb zu betrachten. Auch stark schwarz gestichelte Hunde gehören hierher und nicht unter die andersfarbigen. Weiß ist nicht erwünscht, aber in einzelnen kleinen Flecken nicht ausschließend. Nase und Krallen schwarz; rötlich-braun ist auch zulässig, aber nicht erwünscht.
b) zweifarbige: Tiefschwarz oder braun, je mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe, am inneren Behangrand, an der Vorbrust, an den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten, um den Annus und von dort bis etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Unterseite der Rute. Nase und Krallen bei schwarzen Hunden schwarz, bei braunen Hunden braun oder schwarz. Weiß ist nicht erwünscht, aber in einzelnen kleinen Flecken nicht ausschließend. Ein zu stark verbreiteter Brand ist unerwünscht.
c) Gefleckte (Getigerte/Gestromte): Die Grundfarbe ist immer die dunkle Farbe (schwarz, rot oder grau). Erwünscht sind unregelmäßig graue aber auch beige Flecken (nicht erwünscht sind große Platten). Weder die dunkle noch die helle Farbe soll überwiegen. Die Farbe des gestromten Teckels ist rot oder gelb mit dunkler Stromung. Nase und Krallen wie bei den Ein- und Zweifarbigen.

Rauhhaar:
Haar: Mit Ausnahme von Fang, Augenbrauen und Behang am ganzen Körper mit Unterwolle durchsetztes, vollkommen gleichmäßig anliegendes, dichtes, drahtiges Deckhaar. Am Fang zeigt sich ein deutlich ausgeprägter Bart. Die Augenbrauen sind buschig. Am Behang ist die Behaarung kürzer als am Körper, fast glatt. Rute gut und gleichmäßig, eng anliegend behaart.
Farbe: Überwiegend hell bis dunkelsaufarben sowie dürrlaubfarben. Weiterhin gelten die Farben wie beim Kurzhaar unter a) bis c) beschrieben.

Langhaar:
Haar: Das mit Unterwolle versehene, schlichte, glänzende Haar, am Körper anliegend, verlängert sich unter dem Hals und an der Unterseite des Körpers, hängt am Behang über, zeigt an der Hinterseite der Läufe eine deutlich längere Behaarung (Befederung), erreicht seine größte Länge an der Unterseite der Rute und bildet dort eine vollständige Fahne.
Farbe: Wie beim Kurzhaar unter a) bis c) beschrieben.


Größe und Gewicht:

Teckel:
Brustumfang über 35 cm, Gewichtsobergrenze etwa 9 kg (max. +10%).
Zwergteckel: Brustumfang über 30 bis 35 cm, im Alter von mindestens 15 Monaten.
Kaninchenteckel: Brustumfang bis zu 30 cm, im Alter von mindestens 15 Monaten.


Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Die M3 (Molaren3) bleiben bei der Beurteilung unberücksichtigt. Das Fehlen von zwei PM1 (Prämolaren 1) ist nicht als Fehler zu werten. Als Fehler ist das Fehlen eines PM2 zu werten, wenn außer den M3 keine weiteren Zähne fehlen, ebenso eine Abweichung vom korrekt schließenden Scherengebiss wie z.B. das Zangengebiss.


Schwere Fehler:

• Schwachläufige, hochläufige oder am Boden schleppende Gestalt
• Andere Zahnfehler als unter Fehler bzw. ausschließende Fehler beschrieben.
• Glasaugen bei anderen als gefleckten Hunden.
• Spitze, sehr faltige Behänge.
• In den Schultern hängende Körper.
• Senkrücken, Karpfenrücken.
• Schwache Lendengegend.
• Stark überbauter Hund (Kruppe steht höher als der Widerrist).
• Zu schwacher Brustkorb.
• Windhundartig aufgezogene Flanke.
• Schlecht gewinkelte Vorder- und Hinterhand.
• Schmale, muskelarme Hinterhand.
• Kuhhessigkeit, Faßbeinigkeit.
• Einwärts oder zu sehr nach auswärts gedrehte Pfoten.
• Gespreizte Zehen.
• Schwerfälliger, unbeholfener, watschelnder Gang


Behaarung:

Kurzhaarteckel:
• Zu feines, dünnes Haar, haarlose Stellen an den Behängen (Lederohren), sonstige haarlose Stellen.
• Allzu grobes, langes Haar.
• Bürstenrute.
• Teilweise oder in ganzer Länge unbehaarte Rute.

Rauhhaarteckel:
• Weiches Haar, ob kurz oder lang.
• Langes, in allen Richtungen vom Körper abstehendes Haar.
• Gelocktes oder welliges Haar.
• Weiches Kopfhaar.
• Fahnenrute.
• Fehlender Bart.
• Fehlende Unterwolle.
• Kurzhaarigkeit.

Langhaarteckel:
• Am ganzen Körper gleichmäßig lange Behaarung.
• Gewelltes oder struppiges Haar.
• Fehlen der Fahnenrute.
• Fehlen des überhängenden Haares am Behang.
• Kurzhaarigkeit.
• Stark gescheiteltes Haar auf dem Rücken.
• Zu lange Behaarung zwischen den Zehen.


Ausschließende Fehler:
• Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss.
• Fehlstellung der Unterkiefereckzähne.
• Fehlen eines oder mehrerer Canini
• Fehlen eines oder mehrerer Incisivi.
• Das Fehlen von andern Prämolaren oder Molaren.
Ausnahmen:
Die unter Fehler genannten zwei PM1 bzw. einem PM2 ohne Berücksichtigung der M3.
• Abgesetzte Brust.
• Sämtliche Rutenfehler.
• Sehr lose Schultern.
• Knicken im Vorderfußwurzelgelenk.
• Schwarze Farbe ohne Brand; weiße Farbe mit oder ohne Brand.
• Andere Farben als unter Farbe aufgelistet.
• Sehr ängstliches oder aggressives Wesen.


NB.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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